Mein Kirchentagstagebuch
Mittwoch, der 12.5.2010
Nach den üblichen Reisestrapazen sind wir am Nachmittag in München angekommen. Schnell einchecken, kurz auspacken, frisch machen und dann los zum Eröffnungsgottesdienst und zum Abend der Begegnung. 
Allerdings war es für den Eröffnungsgottesdienst schon zu spät, also gleich zum Abend der Begegnung. In der Innenstadt gab es zur Begrüßung Lebkuchenherzen. Dann ein kurzes Telefonat (wie ging das eigentlich damals, als es noch keine Handys gab???) und wir trafen uns mit Uta, Morten und Meike.

Als der bayerische Ministerpräsident Seehofer und der damalige Bundespräsident Horst Köhler umringt von einer Traube Presse und Security uns entgegenkamen, blieb uns nur eine Rast einzulegen und mal was essen. Überall gab es Stände mit "bayerischen Spezialitäten" (z.B. Wan-Tang-Taschen, gebratenen chinesische Nudeln und Eistee) und es gab auch was aus dem Rucksack.

Etwas später hatten wir es uns im Biergarten gemütlich gemacht. Günter Golecki und Bärbel Fischer liefen uns in die Arme (ohne Handy-Verabredung!!!; eine echte Begegnung am Abend der Begegnung!!!), schon richtig ausgerüstet mit Motto-Schal und Dauerkartenumhägeband.

Morten und Meike sieht man schon den langen Tag an. Der Bus fuhr um 3.00 Uhr ab Kiel und die anschließende 10-stündige Zugfahrt war auch nicht ohne. Außerdem sieht man schon den Wetterbericht für die nächsten Tage: Es wird kühl.
Donnerstag, der 13.5.2010, Himmelfahrt
Am Morgen war frühes Aufstehn angesagt, denn ein bekannter Name lockte zur Bibelarbeit: Dr. Eckhart von Hirschhausen. Dementsprechenvoll war es in der Halle:

Herr von Hirschhausen hat es richtig gut und humorvoll gemacht. Über die Sintflut und den neuen Bund mit dem Regebogen war nicht nur Launiges ("einmal feucht durchwischen..."), sondern auch sehr tiefsinniges ("Gott hat sich verändert") zu hören. Da freuten wir uns schon auf den Abend.

Leider litt am allen Tagen die Stimmung unter den kühlen Temperaturen. Draußen fand wenig bis gar nichts statt. Und wo sonst immer Menschen sich treffen und Fröhlichkiet verbreiten, gab es in München leere Tische und Bänke.

Im Jugendzentrum im Olympiapark (leider weit weg von der Messe) waren dann auch die Veranstaltungen drinnen gut besucht. Da konnte man sich aufwärmen.

Am Donnerstagabend regnete es wie aus Eimern. Viele Menschen wollten zur Veranstaltung mit Jürgen Becker und Dr. Eckhart von Hirschhausen in den Zirkus Krone. Doch nach stundemlangen Warten in der Nässe und Kälte kam kaum jemand rein, weil schon viele drin waren und nicht mehr raus konnten, weil draußen so viele warteten. Das war an dem Abend aber nicht nur im Zirkus Krone ein Problem.

wer drin war, konnte glücklich sein und es war ein unvergesslicher Abend, an dem beide Kabarettisten ordentlich vom Leder zogen. Der Höhepunkt und Abschluss war das Lied von Jürgen Becker "Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin". Wer jetzt aber denkt, dass er über die Protestanten Herzieht, sollte sich das Lied erst einmal anhören, nämlich hier

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